Ölmühle - Mittendrin in Rönsahl

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Ölmühle

Heimatkunde > Sehenswerte Gebäude > Baudenkmale
Wasserrad
Das Wasserrad
Oelmühle1899
Ölmühle vor 1900
oelmühle1920
Ölmühle vor 1900
oelmühleSchnee
Ölmühle im Winter 2014/15
Fischteiche
Ölmühle heute
Fischteiche2
Teichanlage
    
Ölmühle
Die Ölmühle war ursprünglich eine Pulvermühle
In einer urkundlichen Aufzeichnung wird 1680 von einer Pulvermühle "beym Dorfe" berichtet, die am Rönsahl-Bach existierte. Über den Standort dieser Pulvermühle wurde sehr intensiv diskutiert. Der Platz an dem diese Mühle sich befand konnte nicht sicher nachgewiesen werden. Im Jahr 2017 tauchten Urkunden auf, die die Flurbezeichnung "Heedvohr" als Platz einer Pulvermühle bezeichneten. Der Bereich der Ölmuhle und der Teiche hatte die Flurbezeichnung Heedvohr. Ein weiterer Hinweis ist die Flurbezeichnung "Pulverwiese", die das Gelände des heutigen Strandbades benannte. Auf Grund der Urkunden kann man nun davon ausgehen, das die Pulvermühle "beym Dorfe" im Bereich der jetzigen Ölmühle war. 1680 wurde diese Pulvermühle und die Pulvermühle in Ballenbrügge als erste Pulvermühlen in Rönsahl in einer Steuerliste aufgeführt. Vermutlich bestanden die beiden Pulvermühlen schon viele Jahre früher. (Dies ist ein erster Hinweis, in Kürze erscheint hier eine genauere  Beschreibung und der Text der Urkunde)

Im Buch "Kierspe - Wirtschaft,Kultur,Geschichte" Seite 495 Hans Ludwig Knau und Manfred Sönnecken "Katalog der Wasserbetriebenen Werke im Raum Kierspe" lesen wir:
Erste Erwähnung 1734-1736 als Walk- und Ölmühle (Süderland 1929, Märkisches ABC zu Rönsahl)
weiter:
In der Karte vom Katasteramt Lüdenscheid, Flur Rönsahl, Nr. III, Flurstück 85 ist ein Teich ohne Gebäude, Flurname "Ölmühle".

Beim preuß. Industriekommissar Eversmann ist schon 1804 zu lesen:
Am Rönseler Bach (die Bezeichnung Rönsahl-Bach ist in alten Karten der Bachlauf vom Dorn bis in die Wipper, auch taucht in einigen Karten die Bezeichnung "Pulver-Becke auf):
"663. eine P.M. in der Pulverbecke, dem Joh. Cramer daselbst gehörig,
 664. eine P.M. demselben
 665. - Oel. Mühle
 666. - Mahlmühle im Dorfe Rönsahl."
(die Pulvermühlen standen in der Pulverbecke - heute Becke - die nächste Mühle am Rönsahl-Bach war die Ölmühle und dann kam die Marcus-Mühle im Dorf)

Zunächst war es eine Pulvermühle, dann eine Ölmühle. Es wurde dann eine Gerberei.
1909 wurden die Bewohner, so auch die Familie Vosswinkel, im Bereich der Kerspe-Talsperre ausgesiedelt. Die Familie Voswinkel erwarb das Gebäude. Es wurde abgetragen und neu errichtet.
Auch die Teichanlage wurde aufwändig und fachgerecht gebaut.
Mit dem Wasserrad wurde Strom erzeugt. Die Ölmühle hatte deshalb schon sehr früh elektrisches Licht
Neben der Fischzucht (in den frühen Jahren des 20.Jahrhunderts, eine der größten Anlagen in der Gegend) wurden in der Ölmühle Pensionsgäste aufgenommen.
Das Wasserrad wurde in den 1980er Jahren erneuert und kann besichtigt werden.


 
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